14.01.2020
Kreistags- und Stadtratsfraktion der FREIEN WÄHLER besuchen die Polizei in Kemnath

Fortsetzung der traditionellen Neujahrsbesuche in Ämtern und Dienststellen

Dank guter Prävention und noch besserer Aufklärungsarbeit der Polizei gehört das Kemnather Land zu den sichersten Landstrichen Bayerns
Kemnath.

Die Tradition der Neujahrsbesuche in Ämtern und Dienststellen setzte die Kreistags- und Stadtratsfraktion der Freien Wähler mit dem Besuch der Polizeidienststelle Kemnath fort. Zusammen mit MdL Tobias Gotthardt, Landratskandidat Ely Eibisch, Kemnath`s Bürgermeisterkandidat und amtierenden 2. Bürgermeister Hermann Schraml ließ man sich über die aktuelle Situation der örtlichen Polizei, Sicherheitslage, Wünsche und Anregungen aus ersten Hand informieren. Dies übernahmen Polizeihauptkommissar Dieter Striegl als stellvertretender Dienststellenleiter für den erkrankten Leiter Bernhard Gleißner und sein Kollege Oberkommissar Thomas Schopf. Im derzeit noch als Standesamt der Stadt genutzten Gewölbezimmer informierte Striegl über den Zuständigkeitsbereich, Arbeitspensum und Personal. Die Dienststelle betreut eine Fläche von 330 Quadratkilometer und rund 25.000 Einwohner. Rund 2.200 der von der Leitstelle Regensburg oder direkt erhaltenen Aufträge werden von den Polizeibeamten abgearbeitet. Die Sollstärke der Kemnather Dienststelle beträgt 30. Aktuell verrichten 27 Beamte hier ihren Dienst. Pro Jahr werden 550 Straftaten aufgenommen und dazu ermittelt. Dazu kommen rund 650 bis 700 Verkehrsunfälle. Die Aufklärungsrate liegt bei rund 70 Prozent. „Trotz leichter Unterbesetzung sind wir mit unserer Arbeit, Personalausstattung und mit unserer modernen Dienststelle sehr zufrieden. Unsere Dienststelle zählt zu den schönsten in der Oberpfalz“, erklärte Striegl. Das Gebäude wurde in den Jahren 2013 bis 2015 mit einem Kostenaufwand von über zwei Millionen Euro komplett saniert und mit neuester Kommunikations- und Sicherheitstechnik ausgerüstet. Landratskandidat Ely Eibisch betonte, dass die öffentliche und persönliche Sicherheit ein hohes Gut ist und in den Händen der örtlichen Polizeikräfte bestens aufgehoben ist. Die verstärkte Präsenz der Polizei in den Dienststellen Kemnath, Waldsassen und Tirschenreuth ist besonders jetzt wieder bei der steigenden Zahl von Eigentumsdelikten wichtig. Striegl ergänzte, dass die Landespolizei durch aktuell 500 Grenzpolizisten, die auf 1.000 Beamte aufgestockt werden soll, entlang der Grenzen verstärkt wird. Im Regelfall leisten vier bis fünf Beamte rund um die Uhr Dienst. Mittels des „eisernen Schutzmannes“ kann die Dienststelle zugesperrt und unbesetzt bleiben und mit bis zu zwei Streifen ausrücken. Bei telefonischen Notrufen oder Sprechkontakt über die am Haupteingang angebrachte Haussprechstelle wird automatisch ein Kontakt mit der Leitstelle Regensburg hergestellt, das Anliegen aufgenommen und notwendige Schritte eingeleitet. FW-MdL Tobias Gotthardt und Ely Eibisch betonten, dass die personelle Aufstockung dringend notwendig ist, aber durch die dreijährige Ausbildung Zeit benötigt. Zudem sollten die Vollzugsbeamten von Bürotätigkeiten oder Vorführdiensten für die Justiz entlastet werden, um mehr Prävention durch Präsenz in der Fläche zeigen zu können. Landrat Wolfgang Lippert lobte die hervorragend Zusammenarbeit mit den Dienststellen im Landkreis. „Durch die hohe Aufklärungsquote sind Straftäter gut beraten einen großen Bogen um den Landkreis zu machen“, machte Lippert deutlich. Im jährlichen Sicherheitsgespräch wird er über die Sicherheitslage und Straftataufkommen informiert. Er bestätigte der Polizei viel Gespür, richtiges Augenmaß und ihren dadurch erarbeiteten guten Ruf. Mit dem Event-Busdienst „Wer foard – der im Board“ bietet der Landkreis die Möglichkeit Alkoholfahrten zu verhindern. Auf Anfrage von Hermann Schraml berichtete Striegl, dass derzeit rund 60 Flüchtlinge im Dienststellenbereich wohnen und keine Probleme bekannt sind. Die Drogendelikte haben sich verdoppelt. Anschließend führte Thomas Schopf die FW-Gruppe durch das moderne Dienstgebäude und erläuterte dessen Funktion und die technische Ausstattung. Mit Kemnather Busserln (Pralinen) dankte Schraml den beiden Polizeibeamten für die interessante Info-Stunde.